Segantini, Gottardo

(1882 Pusiano, † 1974 Maloja)

Blick von Maloja zum Pizzi dei Rossi, 1950

Öl auf Platte
Abmessung: 70 x 58 cm. Unten rechts signiert und datiert: Gottardo 1950. Gerahmt. Herkunft: Aus einer Zürcher Privatsammlung.
Eine prächtige Oberengadiner Sommerlandschaft. Links vom Pizzi dei Rossi gehts in Val Muretto und rechts ins Val Forno.

Zum Künstler:
Gottardo Segantini ist 1882 in Pusiano (Brianza, nördlich vom Comersee) geboren und kam mit seiner Familie 1886 nach Savognin und 1894 nach Maloja. 1897–1899 gab ihm sein Vater Giovanni Segantini den ersten Unterricht in Zeichnen und Malerei. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters (28. September 1899) besuchte er in München Kurse in Dekorationskunst. 1899–1900 besuchte er währendeiniger Monate die Kunstakademie Brera in Mailand. 1901 erlernte er bei Hermann Gattiker in Zürich die Technik der Radierung. Anschliessend richtete Gottardo Segantini zusammen mit seinem Bruder Mario eine Radierungswerkstatt im Haus in Maloja ein. Dort fertigten sie zahlreiche Radierungen nach Werken des Vaters Giovanni Segantini und nach eigenen Themen an. 1902 und 1903 reiste Gottardo Segantini Europa, lebte in München und in Berlin, lernte dabei wichtige Persönlichkeiten der mitteleuropäischen Kultur kennen – Schriftsteller, Künstler, Musiker – mit welchen er lebenslänglich Kontakt pflegte. 1907 bis 1914 lebte er in Rom wo er sich der Malerei zuwendete. Danach widmete er sich bis ins hohe Alter der Landschafts- und der Porträtmalerei in divisionistischer Maltechnik. Seine Bilder malt er in kleinen, nebeneinander gesetzten Pinselstrichen. Seine frühesten Bilder stehen unter dem Einfluss des väterlichen Werkes. Bald entwickelt er eine eigenständige Künstlerpersönlichkeit: Seine sorgfältig komponierten Werke, fangen eine idyllische Welt ein, die in frischen Farben, stilistisch leicht an den Jugendstil und auch etwas an naive Kunst anklingend, zum Ausdruck kommt. Seine Motive beobachtet er mir Sensibilität und Einfühlungsvermögen und weiss diese auf ruhige Art dem Betrachter zu vermitteln

Zum Bild:
Der klare Aufbau und die koloristische Komposition machen das Bild zu einem bedeutenden Werk Gottardo Segantinis. Es gehört in das reife Werk des Künstlers als sein Stil und die Ausdruckskraft ihre maximale Stärke erreicht hatten. Die Landschaft hat er auf der Wiesenebene zwischen dem Dorf Maloja und dem Silsersee gemalt. Mit dünnen, sorgfältig nebeneinandergesetzten Pinselstrichen malt der Künstler den feinen Blumenteppich im Vordergrund, die etwas grünende Frühlingswiese im Mittelfeld und die schneebedeckten Berge dahinter – im Zentrum der stolze Pizzo der Rossi – vor einem hellblauen Himmel mit flimmernder Atmosphäre. Kein Mensch ist zu sehen, kein Haus. Auf menschliche Präsenz deutet einzig der bräunliche Weg, der den mittleren Hügel flankiert und in einer einladenden Rechtsbiegung in der Ferne verschwindet. Das Bild ist hell ausgeleuchtet, eine genauere Tageszeit lässt sich wegen der fehlenden Schatten kaum feststellen. Wir vermuten es ist Mittagszeit, die leichte Unsicherheit vermittelt aber das Gefühl von Zeitlosigkeit und Ewigkeit. Lic.phil. Dora Lardelli, Kunsthistorikerin, Roticcio, Vicosoprano, 15.12.2018

CHF 68'000.-

Blumen in weisser Vase, 1947

Öl auf Platte
Abmessung: 40 x 45 cm. Unten mittig signiert und datiert: Gottardo 1947. Im original Rahmen. Herkunft: Privatbesitz Chur.

CHF 19'000.-

Verkaufte Objekte


Letzter Schnee auf dem Piz Lagrev, 1962

verkauft
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Blick über den Silsersee ins Val Fex mit hinten links dem Piz Tremoggia, 1952

verkauft
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Die Weisheit

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